Balkonkraftwerk Erfahrung – Lohnt sich die Investition?

Balkonkraftwerk Erfahrung

Balkonkraftwerke erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie eine einfache Möglichkeit bieten den eigenen Stromverbrauch zu senken und erneuerbare Energien zu nutzen. Doch welche Erfahrungen lassen sich mit einem solchen Balkonkraftwerk in der Praxis machen? Dieser Beitrag beleuchtet die wichtigsten Aspekte – von der Installation über die Stromerzeugung bis hin zur Wirtschaftlichkeit.

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Technische Grundlagen eines Balkonkraftwerks

Ein Balkonkraftwerk besteht in der Regel aus ein bis vier Solarmodulen, welche über einen Mikrowechselrichter mit dem Hausnetz verbunden sind. Die maximale Einspeisungsleistung beträgt in vielen Ländern, darunter Deutschland, derzeit 800 Watt. Dies ermöglicht eine direkte Nutzung des erzeugten Stroms für den eigenen Haushalt.

Typische Komponenten eines Balkonkraftwerks

  • Solarmodule: Je nach Modell und Hersteller variiert die Leistung zwischen 350 und 450 Wp pro Modul. Die Anzahl der Module hängt vom verfügbaren Platz und der gewünschten Leistung ab.
  • Wechselrichter: Mikrowechselrichter wie der ApSystems EZ1 oder ähnliche Modelle wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um und speisen ihn ins Hausnetz ein.
  • Montagesystem: Je nach Standort können Solarmodule an Balkongeländern, auf Dächern oder an Fassaden befestigt werden.

Ausrichtung und Montage

Für eine möglichst hohe Stromerzeugung sollten die Module optimal zur Sonne ausgerichtet sein. Idealerweise wird eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung mit einer Neigung von 20 bis 35 Grad gewählt. Eine Verschattung durch Gebäude oder Bäume kann die Leistung erheblich reduzieren.

Stromerzeugung und Eigenverbrauch

Die tatsächlich erzeugte Energie hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Sonneneinstrahlung, Jahreszeit und Wetterbedingungen. Eine Balkonkraftwerk Installation an einem sonnigen Standort kann pro Jahr 500 bis 900 kWh erzeugen.

Durchschnittliche Stromerzeugung mit einem Balkonkraftwerk

Die folgende Tabelle gibt eine grobe Einschätzung darüber, wie viel Strom ein Balkonkraftwerk je nach Monat erzeugen kann. Die tatsächliche Leistung ist von den standortbedingten Gegebenheiten abhängig.

MonatErzeugte kWh (Ø)
Januar20 – 40 kWh
Februar30 – 50 kWh
März50 – 80 kWh
April70 – 110 kWh
Mai80 – 130 kWh
Juni90 – 140 kWh
Juli90 – 140 kWh
August80 – 130 kWh
September60 – 100 kWh
Oktober40 – 80 kWh
November25 – 50 kWh
Dezember15 – 35 kWh

Eigenverbrauch und Einspeisung

Ein Balkonkraftwerk speist den erzeugten Strom direkt ins Hausnetz ein, wo er vorrangig für Haushaltsgeräte genutzt wird. Je nach Verbrauchsprofil kann ein großer Teil der produzierten Energie direkt genutzt werden, während überschüssiger Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Da viele Länder derzeit keine Vergütung für eingespeisten Strom aus Balkonkraftwerken anbieten, lohnt es sich, den Eigenverbrauch zu maximieren. Dies kann beispielsweise durch den Betrieb von Geräten wie Waschmaschinen oder Geschirrspülern während der sonnenreichen Stunden erreicht werden.

Erfahrungen mit einem Balkonkraftwerk

Vorteile einer Mini-Solaranlage

  • Reduzierung der Stromkosten: Durch die Nutzung des selbst erzeugten Stroms kann die Stromrechnung spürbar gesenkt werden.
  • Einfache Installation: Die meisten Systeme funktionieren nach dem Plug & Play-Prinzip und lassen sich ohne großen Aufwand in Betrieb nehmen.
  • Umweltfreundlich: Der erzeugte Solarstrom reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und trägt zur CO₂-Einsparung bei.
  • Flexibel einsetzbar: Balkonkraftwerke können auf Balkonen, an Fassaden oder auf Flachdächern installiert werden.

Herausforderungen und Optimierungsmöglichkeiten

  • Begrenzte Einspeisung: In vielen Ländern ist die Einspeiseleistung auf 800 Watt begrenzt, obwohl die Module oft mehr Strom erzeugen könnten.
  • Überschüssiger Strom ohne Vergütung: Wenn nicht genügend Eigenverbrauch vorhanden ist geht der eingespeiste Strom wirtschaftlich verloren.
  • Optimierung durch Speicher: Ein Batteriespeicher kann helfen ungenutzten Strom zu speichern und ihn zu einem späteren Zeitpunkt zu verbrauchen.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Die Erfahrungen mit Balkonkraftwerken zeigen, dass sie eine effiziente Möglichkeit zur Senkung der Stromkosten darstellen. Wer tagsüber einen hohen Stromverbrauch hat oder Möglichkeiten zur Optimierung des Eigenverbrauchs nutzt kann den finanziellen Vorteil weiter steigern.

Ein Speicher kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein insbesondere wenn regelmäßig überschüssiger Strom ins Netz eingespeist wird. Da jedoch die Preise für Batteriespeicher noch relativ hoch sind, sollte vorab eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt werden.

Balkonkraftwerk Erfahrung mit HomeAssistant Integration

Ein großer Vorteil moderner Balkonkraftwerke ist die Möglichkeit die Erzeugungsdaten in HomeAssistant zu integrieren. Mit einem kompatiblen Mikrowechselrichter wie dem ApSystems EZ1 lassen sich Echtzeit-Daten zur Stromproduktion auslesen und in Automationen einbinden. So kann beispielsweise der Eigenverbrauch optimiert werden indem stromintensive Geräte automatisch eingeschaltet werden, wenn genügend Solarstrom verfügbar ist. Zudem ermöglicht die Visualisierung der Erzeugungswerte eine detaillierte Analyse des Stromverbrauchs und der Einspeisung wodurch sich weitere Einsparpotenziale erkennen lassen.

Balkonkraftwerk Erfahrung und Vorteile für die Stromkosten

Ein Balkonkraftwerk ist eine lohnenswerte Investition für alle, die ihre Stromkosten senken und einen Beitrag zur Energiewende leisten möchten. Eine gute Ausrichtung, möglichst hoher Eigenverbrauch und ein effizienter Wechselrichter sind dabei entscheidende Faktoren für den Erfolg.

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